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KI lernenBeispiele

04 · n8n · MCPs · Self-Hosted

Automatisierung bauen mit KI.

Vom Workflow-Konzept zum laufenden Cron-Job. Wir planen Automationen mit Cowork, generieren das n8n-JSON mit Claude Code über den n8n-MCP und hosten alles für unter zehn Euro im Monat auf Hetzner.

Wir haben keine Partnerschaften mit n8n oder Hetzner. Wir empfehlen, was wir selbst nutzen.

Setup

Bevor du automatisierst — das Setup in Kürze.

Claude Code ist der Anker. Ein MCP und ein Hosting-Setup kommen dazu. Details und alle Befehle stehen auf der Setup-Seite.

  1. Schritt 01

    Claude Pro oder Max Plan

    Anthropic-Account mit aktivem Abo ist die Basis. Ein Plan reicht — Pro für den Start, Max wenn du längere Sessions oder mehr Token-Budget brauchst. Ohne aktives Abo kein Cowork und kein Claude Code.

  2. Schritt 02

    Claude Desktop App (mit Cowork)

    Cowork lebt als dritter Tab in der Claude Desktop App — du brauchst keine zusätzliche Installation. Dort beschreibst du im Dialog, was du bauen willst, bis ein klares Konzept steht.

  3. Schritt 03

    Claude Code installieren (Terminal + VS Code)

    Zwei Setup-Wege: Terminal (maximal flexibel) oder VS Code (Code, Terminal und Claude in einem Fenster) — Output ist derselbe. Der Befehl unten installiert den nativen Client: kein Node.js nötig, Updates laufen automatisch im Hintergrund. Sicherheits-Tipp: bestenfalls auf einem separaten Computer arbeiten, auf dem keine persönlichen Daten liegen. Claude Code bekommt vollen Datei-Zugriff, das sollte sauber getrennt sein.

  4. Schritt 04

    MCPs für deine Automatisierungs-Tools anbinden

    Nicht nur dein Workflow-Tool selbst braucht einen MCP-Server — auch andere Dienste, die du in Automatisierungen einsetzt, bringen eigene MCPs mit, etwa Higgsfield für Videogenerierung oder ChatGPT/Image für Bildgenerierung. Stand Mai 2026: n8n hat den offiziellen n8n-MCP, den du in n8n unter Settings → Instance-level MCP aktivierst und mit einem Access-Token verbindest. Für Make und Zapier gibt es kein offizielles MCP — diese Tools baust du dann manuell im Editor und nutzt Claude Code nur für die Logik-Planung. Snippet unten gilt für n8n.

  5. Schritt 05

    Hosting wählen (nur bei n8n)

    Nutzt du n8n, wähle eine Cloud, in der du selbst hostest. Self-Hosted ist günstiger als Managed Cloud und gibt dir volle Kontrolle über Daten und Workflows. Bei Make oder Zapier hast du die Wahl nicht — die laufen ausschließlich Cloud-managed.

Der Fahrplan

Automatisieren mit KI: drei Wege, ein Fahrplan.

Drei Wege führen zur automatisierten Aufgabe. Wir gehen sie in dieser Reihenfolge durch: erst der einfache Weg mit Cowork, dort siehst du auch, wo er an seine Grenzen stößt. Dann der Agenten-Weg direkt in Claude Code. Für die wirklich komplexen Fälle am Ende n8n.

Nicht sicher, welcher Weg passt? Claude hilft dir, den optimalen Weg zu finden.

Selbst bauen

So baust du deine eigene Automatisierung.

Du musst nicht selbst wissen, welcher der drei Wege am besten passt. Beschreib den Auftrag einmal, Claude prüft die Komplexität und sagt dir, ob Cowork, Claude Code oder n8n die richtige Wahl ist, dann baut er ihn Schritt für Schritt mit dir auf.

text·Automatisierungs-Auftrag, für Cowork oder Claude Code
Ich möchte folgende Automatisierung bauen: [kurz beschreiben, was passieren soll, wie oft, welche Quellen/Tools involviert sind].

Prüf kurz, ob das eher ein Scheduled Task in Cowork, ein Claude-Code-Skill oder ein n8n-Workflow ist, und sag mir warum. Bau es dann Schritt für Schritt mit mir auf.

Der einfache Weg

Automatisieren mit Cowork und Scheduled Tasks.

Du brauchst nicht für jede Automatisierung einen n8n-Server. Für wiederkehrende Recherche- und Briefing-Aufgaben reicht Claude Cowork mit einem Scheduled Task. Du beschreibst den Auftrag einmal, Cowork erledigt ihn ab dann von selbst.

Was Scheduled Tasks sind

Ein Scheduled Task ist ein Auftrag, den Cowork zu einer festen Zeit von allein ausführt. Täglich, wöchentlich oder zu einem festen Zeitpunkt. Cowork startet, arbeitet den Auftrag ab und legt das Ergebnis für dich bereit.

Du planst den Task einmal im Dialog, so wie du sonst mit Cowork arbeitest. Ab dann läuft er ohne dich. Genau das macht ihn zur kleinen, ehrlichen Automatisierung für den Alltag.

Echtes Beispiel

Ich wollte mit KI up to date bleiben. Also habe ich mir das Informieren gebaut.

KI bewegt sich jeden Tag, und "lese ich später" lese ich nie. Also automatisiere ich das Lesen für mich, seit Juni. Angefangen hat das mit einem einzigen Cowork-Task. Mittlerweile läuft die ganze Kette über eigene Claude-Code-Agenten.

Erster Wurf · Juni 2026, mit Cowork

Vorschau der ersten Seite des internen Strategie-Briefings

Das habe ich zuerst für mich gebaut, als Cowork-Scheduled-Task. Ein internes Fokus-Briefing, das mir hilft, up to date zu bleiben und die richtigen Entscheidungen für inzpyre.me zu treffen.

Beispiel-Ausgabe vom 2. Juni 2026

Erste Version der Instagram-Story im alten inzpyre.me-Design, Beispiel vom 2. Juni 2026

Der Cowork-Task hat die erste Story-Version automatisch gerendert, noch im alten Design. Gepostet habe ich sie von Hand.

Retro · gut, aber an der Grenze

Guter Überblick, aber alles manuell: Cowork-Setup selbst nachschärfen, Story von Hand posten, Website von Hand aktualisieren. Deshalb bin ich von Cowork auf Claude Code umgestiegen. Die ganze Kette läuft jetzt über eigene Agenten, nicht mehr über einen Dialog, den ich anstoßen muss.

Cowork mit Scheduled Tasks ist stark für Recherche, Briefings und einfache, wiederkehrende Aufgaben. Sobald eine Automatisierung viele Tools verbindet, rund um die Uhr zuverlässig laufen oder große Datenmengen verarbeiten muss, ist der n8n-Weg weiter unten die robustere Wahl.

Heute · volle Automatisierung mit Claude Code

Agentic-OS-Cockpit in Obsidian mit dem täglichen KI-News-Feed

Ein Research-Agent sammelt jeden Morgen die wichtigsten KI-News und filtert Duplikate raus. Die Updates landen gegliedert im Agentic-OS-Cockpit, allgemeine News getrennt von Optimierungen für mein Claude-Code-Setup. Von dort übernehme ich Optimierungen per Knopfdruck, lasse ein Karussell bauen oder poste die Top-News direkt als Instagram-Story.

Ein Beispiel-Output, einen Klick entfernt

Instagram-Story mit den wichtigsten KI-Meldungen, gerendert im inzpyre-Markenlook

Instagram-Story

Ein Klick im Cockpit, dann rendert und postet sich die Story mit den Top-Meldungen automatisch auf Instagram, im Markenlook, 1080 mal 1920, Quellen klein mit drauf.

So läuft der Task heute

Automatisch läuft nur das Scannen, über Nacht als Cadence-Job. Alles danach stoße ich im Agentic-OS-Cockpit per Knopfdruck an, wenn ich es brauche.

  1. 1

    Quellen der letzten 24 Stunden scannen, nach Relevanz filtern, Duplikate zusammenführen.

  2. 2

    Alle relevanten Updates direkt im Agentic-OS-Cockpit bereitstellen, gegliedert nach allgemeinen News und Claude-Code-Setup-Optimierungen.

  3. 3

    Optimierungen per Knopfdruck direkt ins eigene Setup übernehmen.

  4. 4

    Die wichtigsten Meldungen per Knopfdruck als Instagram-Story erstellen und automatisch posten, für besonders relevante News optional per Knopfdruck ein Karussell bauen lassen.

  5. 5

    Die Website per Knopfdruck mit den coolsten Setup-Optimierungen aktualisieren.

Fazit:

Claude Code läuft vollautomatisch, aber der Rechner, auf dem es läuft, braucht zum Zeitpunkt der Automatisierung Strom und Internet, sonst startet der Cadence-Job gar nicht erst. Bei mir laufen die echten Automatisierungen über launchd-getriggerte Claude-Code-Sessions, das setzt einen Rechner voraus, der wirklich läuft, nicht ein zugeklapptes Laptop. Deshalb empfehle ich ein dauerhaft laufendes Setup, zum Beispiel einen Mac Mini, statt eines Laptops, der zugeklappt oder aus ist.

Der Agenten-Weg

Automatisierung direkt in Claude Code bauen.

Du willst eine Automatisierung direkt mit Claude Code bauen? Hier gehst du sie Schritt für Schritt durch. Plugins, Skills, Subagents und Hooks machen aus Claude Code mehr als einen Helfer beim Coden. Viele Automatisierungen, für die du sonst ein eigenes Tool aufsetzt, baust du damit direkt im Agenten. Kein Server, kein Klick-Editor, ein Dialog.

Womit du baust.

Skills

Eine SKILL.md beschreibt eine wiederkehrende Aufgabe. Claude lädt sie selbst, wenn sie passt, oder du rufst sie mit einem Slash-Befehl auf.

Plugins

Ein Plugin bündelt Skills, Subagents, Hooks und MCP-Server in einem Paket. Einmal installiert, in jedem Projekt verfügbar.

Subagents

Ein eigener Agent mit eigenem Auftrag und eigenem Kontext. Gut, um Recherche oder Prüfschritte auszulagern, ohne dein Hauptgespräch vollzuschreiben.

Hooks

Ein Hook startet ein Skript bei einem festen Ereignis, etwa nach jedem Datei-Edit. So erzwingst du Linting, Checks oder Benachrichtigungen automatisch.

Claude Code oder n8n?

Wann reicht Claude Code, und wann brauchst du n8n? Beide bauen Automatisierungen, sind aber für unterschiedliche Aufgaben gemacht. Die ehrliche Faustregel:

Claude Code reicht, wenn

  • die Aufgabe Kontext versteht, Inhalte schreibt oder Code ändert
  • du sie on demand oder als Scheduled Task in der Cloud startest
  • du schnell iterieren willst und lieber im Dialog arbeitest

n8n ist besser, wenn

  • ein Workflow rund um die Uhr auf Webhooks oder Events wartet
  • du fertige Verbindungen zu vielen SaaS-Diensten brauchst
  • die Schritte deterministisch laufen sollen, ohne dass ein Modell entscheidet

Oft brauchst du beides. Claude Code plant und schreibt, n8n hält die Dauerläufer am Laufen. In der Praxis reicht heute für die meisten Aufgaben aber Claude Code oder Cowork allein, n8n lohnt sich erst bei den wirklich komplexen Fällen. Frag einfach mit dem generischen Prompt weiter oben nach, was zu deiner Automatisierung passt.

Einen Workflow als Skill abbilden.

Ein Beispiel: ein wiederkehrender Wettbewerbs-Check, den du sonst in n8n zusammenklickst. In Claude Code sind es drei Schritte.

  1. Schritt 01

    Aufgabe als Skill beschreiben

    Leg im Projekt eine Datei .claude/skills/<name>/SKILL.md an. Oben steht, wann Claude das Skill nutzt, darunter die Schritte.

    prompt·Prompt an Claude Code
    Erstelle ein Skill unter .claude/skills/wettbewerbs-check/SKILL.md.
    
    Es soll:
    1) die Webseite eines Wettbewerbers abrufen,
    2) Preise und neue Features herausziehen,
    3) das Ergebnis als kurze Notiz in docs/research/ ablegen.
    
    Schreib die Beschreibung so, dass du das Skill selbst auswählst, wenn ich nach einem Wettbewerber frage.
  2. Schritt 02

    Bei einem Ereignis auslösen

    Soll ein Schritt automatisch laufen, häng ihn an einen Hook in settings.json. Hier ein Lint-Lauf nach jedem Datei-Edit.

    json·.claude/settings.json
    {
      "hooks": {
        "PostToolUse": [
          {
            "matcher": "Edit|Write",
            "hooks": [
              { "type": "command", "command": "npm run lint --silent || true" }
            ]
          }
        ]
      }
    }
  3. Schritt 03

    Wiederkehrend planen

    Soll der Workflow zu festen Zeiten laufen, leg einen Scheduled Task an. Der läuft in der Cloud, auch wenn dein Rechner aus ist.

    text·Scheduled Task anlegen
    /schedule jeden Montag 9:00: führe das Skill wettbewerbs-check für unsere drei Hauptwettbewerber aus und leg mir die Notizen in docs/research/ ab.

Im Kern ist eine Automatisierung mit Claude Code nur ein Skill, der automatisch startet. Du richtest das direkt über den Prompt oben ein — oder hinterlegst den Skill in deinem Agentic OS und startest und verwaltest ihn von dort. Mehr zum Agentic OS

Vier Prinzipien für Mensch-Agent-Teams.

Anthropic hat in einem Guide beschrieben, wie die eigenen Teams mit Agenten arbeiten. Vier Prinzipien daraus lohnen sich für jedes Setup, auch wenn dein Team nur aus dir besteht:

Schreib alles auf

Was nirgendwo aufgeschrieben und zugänglich ist, existiert für deinen Agenten nicht. Ziele, Entscheidungen und Kontext gehören in Docs und in die CLAUDE.md, geschrieben für Agenten als Leser.

Klare Rolle, passende Tools

Jeder Agent bekommt einen klar umrissenen Job und genau die Tools dafür. Bei Anthropic bekommt der Datenanalyse-Agent den Datenbank-Zugang, der QA-Agent das Browser-Testing.

Ein großes Ziel schriftlich

Gib dem Agenten das ambitionierte Ziel mit und lass ihn den Weg finden. Im Guide führte „mach das Onboarding hilfreicher“ dazu, dass der Agent von sich aus die Fehlermeldungen überarbeitet hat.

Doer und Verifier trennen

Der Agent, der die Arbeit macht, bewertet sie nie selbst. Ein zweiter Agent prüft das Ergebnis und sucht aktiv nach Fehlern, bevor du es siehst. Mehr Autonomie gibt es erst nach bewiesener Zuverlässigkeit.

Zum Nachbauen: dieser Prompt richtet dein Projekt nach den vier Prinzipien ein.

prompt·Prompt an Claude Code
Richte mein Projekt nach Anthropics Guide „Building effective human-agent teams“ ein:

1. SCHREIB ALLES AUF: Prüfe meine CLAUDE.md und ergänze den Kontext, den ein neuer Agent braucht: Projektziel, Architektur, Konventionen, No-Gos.

2. KLARE ROLLEN + TOOLS: Leg unter .claude/agents/ passende Subagents für mein Projekt an (z. B. Reviewer, Tester, Researcher). Gib jedem eine klare Rolle und nur die Tools, die er dafür braucht.

3. GROSSES ZIEL: Frag mich nach dem großen Ziel hinter diesem Projekt und schreib es prominent in die CLAUDE.md. Schlag mir ab jetzt proaktiv Wege vor, die darauf einzahlen.

4. VERIFIKATION: Leg einen Verifier-Agent an, der fertige Arbeit gegenprüft und aktiv versucht, Fehler zu finden, bevor ich sie sehe. Wichtige Aufgaben gelten erst als fertig, wenn er sie geprüft hat.

Zeig mir am Ende, was du angelegt hast und warum.
Zum Guide von Anthropic

Der n8n-Weg

Automatisierung mit n8n bauen.

Scheduled Tasks in Cowork eignen sich für kleinere, wiederkehrende Aufgaben. Sobald eine Automatisierung mehrere Tools verbindet oder rund um die Uhr laufen soll, baust du sie als richtigen Workflow.

Wie der Generierungs-Ablauf danach läuft

Drei Schritte vom Briefing zum laufenden Workflow.

  1. 1

    Workflow planen

    Den eigentlichen Workflow planst du mit Cowork. Das Briefing geht im Dialog durch Trigger, Datenquellen, Transformationen und Output — du brauchst es vorher nicht selbst zu strukturieren. Weniger ist mehr.

    Kopier den Prompt unten in Cowork, beantworte die Fragen. Am Ende fällt eine Markdown-Datei raus, die du in Claude Code übergibst — und der baut das n8n-JSON daraus.

    text·workflow-briefing.md
    Ich will einen n8n-Workflow planen. Bitte stelle mir vier Blöcke an Fragen, einen nach dem anderen:
    
    1) Trigger — was startet den Workflow?
    2) Datenquellen — welche Tools muss n8n lesen?
    3) Transformationen — was passiert zwischen Trigger und Output?
    4) Output — was passiert am Ende?
    
    Stelle pro Block immer nur eine Frage auf einmal und warte auf meine Antwort.
    Wenn ich vage werde, frag nach konkreten Beispielen.
    
    Am Ende erstellst du eine Markdown-Datei „workflow-briefing.md" mit:
    - Workflow-Name
    - Trigger (Typ + Konfiguration)
    - Datenquellen (mit Auth-Methode)
    - Transformations-Logik (Schritt für Schritt)
    - Output (mit Beispiel-Payload)
    - Bekannte Edge-Cases
    
  2. 2

    Markdown an Claude Code geben

    Claude Code liest das Briefing und baut die n8n-Nodes direkt in deiner Instanz auf — Trigger, KI-Calls, Filter, Output. Du musst keine Boxen mehr per Drag-and-drop ziehen.

  3. 3

    Credentials eintragen

    Pro Tool im Workflow (Gmail, Notion, Stripe, …) ein OAuth-Token oder API-Key in n8n hinterlegen. Erst danach läuft der Workflow live.

Warum du damit nicht mehr klickst.

Mit dem n8n-MCP angeschlossen, baust du Workflows nicht mehr durch Klicken. Du beschreibst sie. Claude Code liest den vorhandenen n8n-Stand, plant das JSON, importiert es in deine Instanz und gibt dir den Workflow-Link zurück.

Workflow als Prosa

Du beschreibst in einem Satz, was passieren soll — Claude Code generiert das n8n-JSON. Statt 40 Knoten per Drag-and-drop ziehen, sprichst du den Workflow.

Iterierbar in Code

Workflows liegen als JSON im Git. Diff, Branch, Review. Statt eines Klick-Editors hast du eine Versionierung wie bei richtigem Code.

Test-Daten generiert

Claude Code schreibt zu jedem Workflow auch Beispiel-Payloads für die Trigger-Webhooks. Du testest direkt, ohne Live-Daten zu brauchen.

Doku inklusive

Pro Workflow legt Claude Code eine README.md im Repo ab — Trigger, Schritte, Edge-Cases. Wenn du nach drei Monaten zurückkommst, weißt du noch, was läuft.

Beispiel: Claude Code generiert die Social-Media-Reels-Automatisierung

Du übergibst Claude Code das Workflow-Briefing aus der Planungs-Phase und sagst:

text·Claude-Code-Prompt
Lies social-media-reels-workflow.md und baue daraus einen n8n-Workflow.
Der Workflow nimmt einen One-Pager-Input (Headline, Body, Bild-Assets, Hashtags)
und generiert daraus automatisch ein Reel-Video für Instagram, TikTok und LinkedIn.

[Alex liefert: detaillierte Workflow-Schritte — Trigger, KI-Calls für Skript
und Voiceover, Asset-Generierung via Remotion oder Video-API, Posting-Targets
mit Auth-Setup, Logging und Error-Handling.]

Importiere den Workflow direkt in unsere n8n-Instanz via MCP.
Schreib zusätzlich eine README.md mit Trigger-Payload-Beispiel und Edge-Cases.

Claude Code liest dein Briefing, generiert das JSON, ruft den n8n-MCP auf, importiert den Workflow, gibt dir den n8n-Editor-Link zurück. Du prüfst visuell, klickst „Activate“. Fertig.

Hetzner Self-Hosted

n8n auf Hetzner — fünf Euro pro Monat, voller Datenschutz.

Sobald du regelmäßig automatisierst, lohnt sich Self-Hosted. Ein Hetzner CX22 (2 vCPU, 4 GB RAM, 40 GB SSD) reicht für n8n + Postgres + Caddy als Reverse-Proxy. Frankfurt oder Falkenstein, EU-Region, DSGVO-konform.

Kosten-Vergleich

VariantePreisExecutionsAnmerkung
n8n Cloud Starterca. 24 €/Monat2.500 ExecutionsBequem, aber Kosten skalieren schnell, sobald Workflows produktiv laufen.
n8n Cloud Proca. 60 €/Monat10.000 ExecutionsLohnt sich, wenn du keine eigene Infrastruktur willst und unter Pro-Cap bleibst.
Self-Hosted (Hetzner CX22)rund 5 €/MonatUnbegrenzt (bis Ressourcen-Limit)Server-Wissen nötig. EU-Region, voller Datenschutz, kein Lock-in. Unsere Wahl ab dem ersten produktiven Workflow.

Minimaler Docker-Compose-Stack

n8n läuft als Docker-Container neben Postgres und Caddy. Caddy regelt HTTPS automatisch via Let's Encrypt — du musst nichts an Zertifikaten konfigurieren.

yaml·docker-compose.yml
services:
  postgres:
    image: postgres:16
    restart: unless-stopped
    environment:
      POSTGRES_USER: n8n
      POSTGRES_PASSWORD: ${POSTGRES_PASSWORD}
      POSTGRES_DB: n8n
    volumes:
      - postgres_data:/var/lib/postgresql/data

  n8n:
    image: n8nio/n8n:latest
    restart: unless-stopped
    environment:
      DB_TYPE: postgresdb
      DB_POSTGRESDB_HOST: postgres
      DB_POSTGRESDB_DATABASE: n8n
      DB_POSTGRESDB_USER: n8n
      DB_POSTGRESDB_PASSWORD: ${POSTGRES_PASSWORD}
      N8N_HOST: ${N8N_HOST}
      N8N_PROTOCOL: https
      WEBHOOK_URL: https://${N8N_HOST}/
      GENERIC_TIMEZONE: Europe/Berlin
    depends_on:
      - postgres
    volumes:
      - n8n_data:/home/node/.n8n

  caddy:
    image: caddy:2-alpine
    restart: unless-stopped
    ports:
      - "80:80"
      - "443:443"
    volumes:
      - ./Caddyfile:/etc/caddy/Caddyfile
      - caddy_data:/data
      - caddy_config:/config

volumes:
  postgres_data:
  n8n_data:
  caddy_data:
  caddy_config:

Lass Claude Code das Setup auf dem Server ausrollen. SSH-Key hinterlegen, Repo klonen, [docker compose up -d]. Backup-Cron gehört dazu — Claude schreibt dir das Skript gleich mit.

Wenn du nicht weißt, wie das alles geht, frag einfach Claude Code: er kennt den Stack, führt dich Schritt für Schritt durch und korrigiert, wenn du dich vertippst. Du musst nichts auswendig wissen — du musst nur beschreiben können, was am Ende laufen soll.

Beispiel-Automationen

Drei Automationen, die heute Morgen liefen.

Kein n8n, keine Telegram-Freigabe. Diese drei Skills laufen direkt in Claude Code, auf Zuruf oder als Cadence. Zwei bauen ein Instagram-Karussell, einer schneidet ein Reel zusammen. Den Auftrag dafür baust du dir mit dem generischen Prompt weiter oben, mit deiner Marke und deinem Content statt unserem.

Beispiel 1 · Instagram-Karussell, inzpyre.me

Was der Skill tut

Aus Website-Content wird ein fertiges Karussell

Als Input reicht ein Artikel, das tägliche KI-Briefing oder ein kurzer Stichpunkt. Claude schreibt die Slide-Texte im Corporate-Design, ein Renderer setzt jede Slide als 1080×1350-Bild um.

  • Input: ein Artikel, das ai-daily-Briefing oder ein Content-Seed
  • Claude schreibt Hook, Kernaussagen und CTA pro Slide
  • Playwright rendert jede Slide aus dem HTML-Template als Bild
  • Fertiges Set liegt zur Freigabe im Output-Ordner
Das Ergebnis

Cover und letzte Slide eines echten Karussells

Cover-Slide des Karussells: „Wie ich mit Claude automatisiert Carousels baue“
Letzte Slide des Karussells mit Call-to-Action, @inzpyre.me zu folgen

Beispiel 2 · Instagram-Karussell, TSTE

Was der Skill tut

Ranking-Karussell für eine Stadt, automatisch recherchiert

TSTE ist unsere Culinary-Discovery-App. Aus Stadt und Frage — etwa „die 5 besten Ramen-Spots“ — recherchiert der Skill Orte mit echten Bewertungen und rendert das Set in einer von drei Design-Richtungen.

  • Input: Stadt plus Ranking-Frage
  • Recherche filtert auf Mindest-Bewertung und echte Rezensionen, keine Ketten
  • Claude schreibt Slide-Texte in der gewählten Design-Richtung
  • Playwright rendert das fertige Bilder-Set
Das Ergebnis

Drei Slides aus einem echten Ranking-Karussell

Cover-Slide: „Die 5 besten Ramen-Spots der Stadt“, TSTE-Ranking für Berlin
Zweite Slide des Karussells: Top-3-Liste der Ramen-Spots mit Bewertung und Kurzbeschreibung
Dritte Slide des Karussells: Platz 4 und 5 der Ramen-Spots, Nippon Noodle Neukölln und Shio Bar Mitte, mit Bewertung und Kurzbeschreibung

Beispiel 3 · Instagram-Reel, TSTE

Was der Skill tut

Vom Skript zum fertigen 9:16-Reel

Für dasselbe Thema baut ein zweiter Skill ein 20 bis 30 Sekunden langes Reel: Skript, KI-generiertes B-Roll, Voiceover und Text-Overlays, am Ende von ffmpeg zu einem Video zusammengesetzt.

  • Claude schreibt Hook und Skript für das Thema
  • Higgsfield generiert B-Roll und spricht das Voiceover ein
  • Playwright rendert die Text-Overlays als Einzelbilder
  • ffmpeg schneidet B-Roll, Voiceover und Overlays zum fertigen MP4
Das Ergebnis

Ein automatisch gebautes Ranking-Reel

Lern-Hebel

Vor zwei Jahren war jedes dieser drei Beispiele ein Tagesjob: recherchieren, Bild schneiden, Text setzen, exportieren. Heute schreibst du einen Satz, Claude Code übernimmt Recherche, Text und Rendering. Steht der erste Skill, kopierst du das Pattern für den nächsten in derselben Zeit.

Agentic OS

Dein eigenes Agentic OS.

Ein Agentic OS ist dein eigenes Betriebssystem auf Basis von Claude Code. Ein System, das mitdenkt: ein Langzeitgedächtnis, ein Cockpit, deine Tools, deine Agents. Alles an einer Stelle.

Die vier Bausteine.

Second Brain

Ein Ordner, in dem dein Wissen liegt und wächst. Claude schreibt mit, recherchiert nach und vernetzt die Notizen.

Cockpit

Eine Oberfläche über dem Vault: Überblick, deine Skills, ein eingebettetes Terminal.

Tools verbinden

MCP-Server hängen externe Dienste an, von Supabase über GitHub bis zu deinem Kalender.

Custom Agents

Eigene Agents für deine wiederkehrenden Aufgaben, jeder mit klarem Auftrag.

Was du brauchst

  • ein Claude-Abo (Pro oder Max)
  • die aktuelle Version: claude update
  • eingeloggt mit deinem Claude.ai-Account, nicht über einen API-Key

Den Second Brain bauen.

Der erste Baustein, Schritt für Schritt. Ein Obsidian-Vault als Wissensspeicher, in dem Claude mitschreibt.

  1. Schritt 01

    Obsidian installieren

    Obsidian ist eine kostenlose Notiz-App, die deine Notizen als einfache Markdown-Dateien in einem Ordner speichert. Genau dieser Ordner wird dein Vault.

    Obsidian herunterladen
  2. Schritt 02

    Vault anlegen und Claude starten

    Leg einen leeren Ordner an und öffne ihn in Obsidian über „Open folder as vault“, nicht über „Create new vault“. Dann startest du Claude Code im selben Ordner.

    bash·Terminal
    mkdir ~/second-brain
    cd ~/second-brain
    claude
  3. Schritt 03

    Struktur und Regeln anlegen

    Im ersten Prompt baust du das Grundgerüst: eine CLAUDE.md, die Claude zum Pfleger des Vaults macht, plus die Ordnerstruktur.

    prompt·Prompt 1
    Wir bauen aus diesem Ordner einen Second Brain.
    
    Leg eine CLAUDE.md an, die dich als Pfleger dieses Vaults beschreibt. Struktur: raw/ für Rohnotizen, wiki/ für vernetzte Artikel, index.md als Einstieg, log.md für Änderungen.
    
    Definier drei Operationen: Aufnehmen (neue Notiz einsortieren), Nachschlagen (eine Frage aus deinem Wissen beantworten), Aufräumen (Struktur und Verlinkungen sauber halten). Halte die CLAUDE.md unter 200 Zeilen.
  4. Schritt 04

    Wissen aufbauen und vernetzen

    Jetzt baust du den Vault aus. Pro Thema ein Subagent, dazu Querverweise zwischen verwandten Notizen.

    prompt·Prompt 2
    Bau den Vault aus. Nimm dir die Themen in raw/ vor, recherchier pro Thema mit einem Subagent, schreib je einen Artikel nach wiki/ und setz [[wikilinks]] zwischen verwandten Notizen. Aktualisier am Ende index.md und log.md.
  5. Schritt 05

    Auto-Memory in den Vault legen

    Auto-Memory ist ab Claude Code 2.1.59 standardmäßig an: Claude merkt sich selbst, was wichtig ist. Sonst landen diese Notizen unter ~/.claude/projects/. Mit einer Zeile in der settings.json landen sie in deinem Vault, und du liest sie in Obsidian mit.

    json·.claude/settings.json
    {
      "autoMemoryDirectory": "~/second-brain/claude-memory"
    }
  6. Schritt 06

    Über mehrere Rechner synchronisieren

    Damit dein Gehirn auf jedem Computer gleich ist und in der Cloud liegt, packst du den Vault-Ordner in ein privates Git-Repo. Auf jedem weiteren Rechner einmal klonen. Vor der Arbeit den neuesten Stand holen, danach zurückschieben. Weil die Auto-Memory im Vault liegt, wandert sie mit. Wer es ohne Terminal will, nimmt Obsidian Sync (kostenpflichtig, kein Setup).

    bash·Terminal (einmal einrichten)
    cd ~/second-brain
    git init && git add . && git commit -m "second brain"
    # privates Repo bei GitHub anlegen, dann verbinden:
    git remote add origin git@github.com:DEIN-NAME/second-brain.git
    git push -u origin main
    # weiterer Rechner: git clone ... ; danach git pull (Start) / git push (Ende)

Kurz zur Sicherheit

settings.json bearbeitest du selbst, und die Einstellung greift erst, nachdem du den Ordner als vertrauenswürdig bestätigt hast. Alles läuft lokal auf deinem Rechner. Diese Seite führt nichts aus. Danach Claude einmal neu starten, damit die Einstellung zieht.

Die Ausbaustufen: eigene Agents.

Steht der Second Brain, baust du Agents obendrauf. Drei Stufen, die wir selbst fahren:

01

Scheduled Agents

Feste Routinen als Scheduled Task: der Wettbewerbs-Check am Montag, der Wochenrückblick am Freitag. Der Agent läuft in der Cloud und legt sein Ergebnis in deinem Vault ab. Wie du so einen Task anlegst, steht oben im Abschnitt zum Agenten-Weg.

02

On-Demand-Agents

Aufgaben, die du auf Zuruf startest: „Recherchier Thema X und schreib die Notiz nach wiki/.“ Jeder Agent hat einen klaren Auftrag und einen festen Ablageort, damit nichts im Nirgendwo landet.

03

Content-Agents

Die höchste Stufe: eine Pipeline von Recherche über Script bis zu fertigen Assets wie Carousels und Reels. Fürs Planen verbindest du Metricool oder Buffer über deren offizielle MCP-Server. Dein Agent entwirft die Posts und legt sie in die Publishing-Queue, veröffentlicht wird über das Tool.

Das Cockpit.

Baustein 2

Der Vault ist dein Speicher, das Cockpit ist deine Oberfläche darüber. Ein Plugin in Obsidian, das dir den Überblick gibt: deine Skills als Kacheln, der Status deiner Agents, ein eingebettetes Terminal, in dem Claude direkt läuft. So bedienst du dein System an einer Stelle.

Ein fertiges Cockpit-Plugin ist schnell installiert. Unseres ist live, Screenshots und Download findest du weiter unten.

Live

Unser eigenes Agentic OS.

Ein Agentic OS ist die Kommandozentrale für deine KI-Agenten: ein Ort für Skills, Automationen-Status und direkten Zugriff, statt verstreuter Terminals und Dashboards.

Unser eigenes Agentic OS ist live: ein Cockpit-Plugin für Obsidian mit eingebettetem Terminal, Skills-Übersicht und Automationen-Status. Kostenlos zum Download, die volle Story und die Setup-Schritte findest du im Repository.

Die Übersicht im Cockpit mit Automationen-Status

Den ganzen Workflow baue ich im Newsletter Schritt für Schritt auf. Wenn du sowas selbst bauen willst: melde dich an.

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Beispiele

Eigene Apps. Mit Story, Kniff und Tech-Stack.

Reinschauen
Mehr zum Nachlesen: Weitere Beiträge zu bestimmten KI-Themen findest du auch in unserem Repository.